Mittelbeschaffung in der Finanzkrise: Blick in die USA

- Am 29. Januar 2009 erschien der neuste Bericht des amerikanischen Foundation Centers “A First Look at the Foundation and Corporate Response to the Economic Crisis”. Trotz Verlusten, haben eine wachsende Anzahl von Stiftungen und Unternehmen ihre Bereitschaft ausgedrückt, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, um den neuen Herausforderungen der Wirtschaftkrise gerecht zu werden. Es werde jedoch stärker - aber nicht ausschliesslich - auf die lokale und regionale Auswirkung der Wirtschaftskrise fokussiert werden.

- Die grössten US-Stiftungen planen ihre Vergabungen in 2009 um 10 % zu erhöhen: Führende US-Spender lassen verlauten, dass die Finanzkrise ihre Vergabungspolitik nicht beeinflussen wird, einige versprachen für 2009 sogar eine Erhöhung der Vergabungen von 10%. Dies obwohl, wie der “Council of Foundations” (eine amerikanische Vereinigung von mehr als 2100 Vergabestiftungen und Unternehmen) schätzt, einige Stiftungen bis zu 30% ihrer Anlagen mit dem Börseneinbruch verloren haben. 

- Auch die Ford- Stiftung verkündete, dass sie ihre Beiträge um 10% erhöhen und die zentralen Programme von Kürzungen schützen werde.


- Die Bill und Melinda Gates-Stiftung plant ebenfalls eine Erhöhung der Vergabungen um 10 % in ausbildungsfördernde Programme. Bill Gates hütete sich jedoch vor zuviel Optimismus: “ Wenn man Börse, Geschäftsaktivitäten und Budgetdefizite in Betracht zieht, sieht es düster aus.“ Er fügte weiter hinzu: “Strategisch wichtige Langzeitinteressen [einer Stiftung] gehen auch in einer Finanzkrise nicht verloren.”


- Steven Lawrence, Forschungsleiter des Foundation Centers in New York sagt voraus, dass Beiträge von Stiftungen sich möglicherweise in kleinerem Mass vermindern werden, als erwartet werden könnte.


- Auch vom gescheiterten Banken-Riese Washington Mutual (WaMu) kommt ein wenig Trost. JP Morgan Chase, welche die Bank im September gekauft hat, hat sich dazu bereit erklärt, das Spendenniveau von 2008 von WaMu auch in 2009 beizubehalten.Vorerst jedenfalls.

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