Lesenswert: NZZ-Folio zu Sponsoring

Das NZZ Folio vom März widmet sich dem Sponsoring. Es lohnt die Lektüre, im Heft oder im Internet, wo die Beiträge erfreulicherweise abrufbar sind. Es berichtet von diversen Schweizer Schauplätzen wie der Entwicklung im Schwingen und im Skisport (Cuche-Poster mit Beschriftungen in der Heftmitte zum Rausnehmen!), den Strategien der Credit Suisse für die klassische Musik und ihre Festivals, den Erfolgen von Unis wie den ETHs, Zürich und Basel und aus dem bescheidenen Leben einheimischer Filmschaffender. Dann berichtet ein Beitrag von Sponsoring-Scheidungen, wobei viele Beispiele halt auch schon aus den Medien nicht unbekannt waren - das Heft liefert aber diverse Zahlen und Experten-Aussagen dazu.

 

Den originellsten Beitrag des NZZ Folio bildet aber ein langes Interview mit Dietrich Mateschitz. Es erklärt die Strategien und Prinzipien hinter der Red Bull-Werbung, die ZeitgenossInnen durchaus auch nerven kann. Mateschitz investiert einen Drittel des Umsatzes von rund 3,3 Milliarden ins Marketing und hat so mit einem süss-klebrigen, in Thailand erfundenen Gesöff einen Weltkonzern aufgebaut, der heute unter anderem aus drei Profi-Fussball-Mannschaften besteht, einem Formel 1-Rennstall, dem auch in der Schweiz empfangbaren Fernsehsender Servus TV, dem Red Bulletin etc.

Im Interview finden sich Lehrsätze, wie Mateschitz das Marketing eingesetzt und die vorher geltenden Prinzipen verändert hat. Dann macht der Mann noch diese Aussage: "Ich weiss nicht, wie es in der Schweiz ist, aber in Österreich ist es üblich, dass die Ehefrauen der Bundeskanzler, damit sie auch einmal in die Zeitung kommen, Golfturniere organisieren, bei denen sie ein paar tausend Euro für einen guten Zweck sammeln. Das nennt man dann Charity. Ich finde das nur peinlich." Da stimmen manche Fundraising-SpezialistInnen zu.

 

Red Bull ist übrigens eine GmbH, wie Cueni Flück mit Partner, und die Vorteile dieser Rechtsform erläutert Mateschitz im Gespräch ebenfalls.

 

 

 

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