Geldgeber wollen Wirkung sehen

„Bund und Leistungsträger in Organisationen treiben ein neues Professionalisierungsverständnis voran“, schreibt Prof. Dr. Hans Lichtsteiner von der Universität Freiburg i.Ü. in seiner neusten Studie zur Wirkungsmessung in einer national tätigen Schweizer Patientenorganisation. Das Bundesamt für Sozialversicherungen wolle nicht mehr nur Leistungen subventionieren, sondern über die Arbeit, die Aufgabenerfüllung sowie über den Wirkungsgrad der subventionierten Organisationen informiert werden.

 

Die Studie wurde durch die Organisation initiiert und durch das BSV mitfinanziert. Mit den Resultaten aus der Studie soll die Organisation ihre Massnahmen und Aktivitäten hinsichtlich einer bestmöglichen gesellschaftlichen Integration der Patienten optimieren können. Dabei standen folgende Fragen im Mittelpunkt der Untersuchung:

1. In welchen Bereichen besteht bezüglich Integration der Betroffenen noch Handlungsbedarf?

2. In welchen Bereichen hat sich der Integrationsgrad merklich verändert, wo können keine Effekte beobachtet werden?

3. Bei welchen Aktivitäten/Massnahmen lässt sich eine Kausalität vermuten, wo kann kein Effekt beobachtet werden?

4. Wie gross ist der Mitteleinsatz zum beobachtbaren Effekt?

 

Insgesamt lässt sich die Integration in der untersuchten Organisation über elf Lebensbereiche (wie Gesundheitszustand, Arbeit, Bildung, Mobilität, soziale Kontakte etc.) messen, indem Leistungsempfänger mit einer Kontrollgruppe aus Nichtleistungsempfänger der Organisation verglichen werden. Die Studie schliesst mit der Folgerung, dass die Organisation bereits in vielen Bereichen sehr aktiv ist. Wo Massnahmen bestehen, ist das Integrationsniveau generell gut. Aufklärung der Bevölkerung ist der einzige Bereich, wo die Aktivitäten die entsprechende Wirkung nur bedingt erzielen. Bezüglich Mobilität, Politische Interessenvertretung und Bildung besteht Entwicklungspotenzial.

 

Quelle: „Konzept zur Messung der Integration von Betroffenen in die Gesellschaft“, Prof. Dr. Hans Lichtsteiner, VMI Universität Freiburg i.Ü., 2012

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